HÖREN IST WICHTIG!

Hören zu können ist wichtig, um ein aktives und uneingeschränktes Leben führen zu können. Das normale Gehör ermöglicht es uns, mit unserer Umwelt zu kommunizieren, Gespräche mit Freunden zu führen, Filme und Musik zu genießen und wichtige Warnsignale wie z. B. den Feueralarm zu hören. Hörverluste in unserer Gesellschaft sind ein sehr verbreitetes Problem. Ca. 360 Millionen Menschen sind weltweit von einem gewissen Hörverlust betroffen. So wie die Geräuschpegel zunehmen, steigt die Anzahl der Betroffenen. Die anhaltende Belastung durch hochintensive Geräusche am Arbeitsplatz und zuhause hat zunehmende Hörschädigungen bei jüngeren Menschen zur Folge.

Unsere Hörfähigkeit beeinflusst, wie wir mit anderen Personen kommunizieren und Verbindungen aufbauen. Deshalb geht ein Hörverlust oft mit sozialen und emotionalen Auswirkungen einher.

In der folgenden Grafik sehen Sie Tonlagen und Lautstärke verschiedener Alltagsgeräusche:
Vogelzwitschern ist ein sehr hoher Ton, daher rechts in der Grafik angesiedelt; tiefe Töne sind links abgebildet.
Die meisten Hörverluste werden nicht bemerkt, da sie sich schleichend entwickeln. Angehörige und Freunde nehmen das Problem oft vor der betroffenen Person wahr.
Wenn sie Hilfe in Anspruch nehmen, erkennen Personen mit Hörverlusten oft was ihnen entgangen ist.

Die Anzeichen von Hörverlusten können einschließen:

- Es kommt Ihnen vor, als ob die Menschen nuscheln.
- Sie bitten Leute, zu wiederholen, was sie gesagt haben.Bei Hintergrundgeräuschen haben Sie Schwierigkeiten, Unterhaltungen zu folgen.
- Sie können Kinder- und Frauenstimmen schlecht hören.
- Sie hören, dass Menschen sprechen, können die Worte aber nur schwer verstehen.
- Der Fernseher oder das Radio sind lauter als normal eingestellt.
- Sie können hohe Töne, wie Vogelgezwitscher, Grillengezirpe und Glockenläuten nicht hören.
- Angehörige, Kollegen und Freunde sagen, dass Sie schlecht hören.
- Sie nehmen oft ein Klingeln oder Rauschen in den Ohren wahr.


Die Ursachen von Hörverlusten umfassen:

Alterung
Der Verlust der Hörfähigkeit ist eine natürliche Folge des Alterns. Die Haarzellen im Innenohr beginnen ab dem 30. oder 40. Lebensjahr abzusterben. Im Alter von 60 bis 65 Jahren leiden 30 % der Bevölkerung an erheblichem Hörverlust, der die Wahrnehmungsfähigkeit von alltäglichen Klängen wie Sprache beeinträchtigt. Ein Hörverlust reicht von Schwierigkeiten beim Verstehen leiser Töne oder Sprache bis hin zu völliger Gehörlosigkeit. Ungefähr 1 von 10 Personen mit Hörverlusten benötigt letztendlich Hörgeräte.

Lärmbelastung
Lärmbelastung kann Ihr Gehör zuhause und am Arbeitsplatz schädigen. Gewisse Berufe wie Industriearbeiter, Musiker, Feuerwehrleute, Polizeibeamte, Landwirte und Bauarbeiter verbringen einen großen Teil des Arbeitstages mit hohen Lärmpegeln. Mit der Benutzung von Haartrocknern, Staubsaugern, MP3-Spielern sowie Surround-Sound-Anlagen, Laubbläsern, Rasenmähern und vielen anderen Geräten sind Sie auch zuhause tagtäglich von Lärm umgeben.

Andere Ursachen
Krankheiten, Mittelohrentzündungen, Arzneimittelgebrauch, erbliche Veranlagung oder Verletzungen können bei Hörverlust ebenfalls eine Rolle spielen. Die meisten Menschen mit Hörverlusten können ihr Hörvermögen und ihre Lebensqualität mithilfe von Hörgeräten beträchtlich verbessern.